Poncho


Poncho hatte Glück, unendliches Glück. Denn er konnte gerettet werden. Tausende Hunde in Spanien müssen die gleichen Qualen wie er durchmachen; hunderte Hundeleben enden täglich, doch niemand sieht sie. Die Tiere sterben still, einsam, unsichtbar, voller Angst und Schmerzen. Wie Ponchos Schwester.

Ein Foto – noch gar nicht so alt – zeigt die beiden Hunde: breite Brust, glänzendes Fell, Augen voller Lebensfreude.

Das war einmal.

Furia musste sterben, langsam und qualvoll. Zurückgelassen in einer Ruine, die einst ein Wohnhaus war, ohne Futter, ohne Wasser, angeleint in einem der zugemüllten Räume. Sie konnte sich nicht befreien.

Ob Poncho ebenfalls angebunden war, wissen wir nicht. Falls ja, hat er es geschafft, die Leine abzustreifen. Und während er auf dem hoch eingezäunten Grundstück verzweifelt nach Wasser und Futter suchte, bemerkte ihn jemand, dem das Schicksal eines Tieres nicht egal war und der die Animaleas informierte.


Der Bericht von Ponchos Rettung liest sich wie das Drehbuch zu einem Horrorfilm. Mit Hilfe der spanischen Umweltschutzbehörde Seprona, der Polizei und einem richterlichen Beschluss gelang es schließlich nach Tagen des Bangens, Poncho zu sichern.

Fast ein Jahr ist inzwischen vergangen. Dank der liebevollen Pflege durch die Animaleas hat Poncho wieder glänzendes Fell und strahlende Augen; er ist unendlich dankbar und möchte nur lieb gehabt werden.


Auch in seinem Fall wird wegen Tierquälerei in zwei besonders schweren Fällen gegen den ehemaligen Besitzer ermittelt.

 

Nach allem, was er durchgemacht hat, wünschen wir uns sehr, dass er Paten findet, die uns helfen, ihn mit allem zu versorgen, was er braucht. Durch die lebensbedrohliche Mangelernährung könnten seine Organe Schaden genommen haben, sodass regelmäßige Tierarztbesuche für ihn unabdingbar sind. Decken, Spielzeug, Leckerli – Poncho, dieser wunderbare, liebevolle Rüde, verdient von allem das beste!

Poncho sagt Danke!