
Fighter
Eine Frau meldete sich bei den Animaleas und bat um Hilfe. Sie erzählte, sie mache sich Sorgen um einen Hund in ihrer Nachbarschaft. Er sei in schlechtem Zustand, doch seine Familie scheine das nicht zu interessieren. Sie habe ihn schon mehrmals heimlich durch den Zaun gefüttert, doch es ginge ihm immer schlechter.
Beunruhigt machte sich eine Mitarbeiterin aus dem Refugio zu der angegebenen Adresse auf. Was sie dort sah, traf sie wie ein Schlag. Weinend rief sie bei den Animaleas an und schilderte das ganze Ausmaß der Tragödie. Der Hund bestand nur noch aus Haut und Knochen, konnte kaum noch stehen und hatte Wunden am ganzen Körper.
Dazu befragt, antwortete der Besitzer schulterzuckend, dass der Hund wohl irgendeine Krankheit habe, tja, man wisse es halt nicht genau, aber es sei natürlich nicht seine Schuld!
Nach einigen Tagen in der Tierklinik hatte sich Fighters Zustand so weit verbessert, dass die Animaleas aufatmen konnten: Er würde es schaffen. Er kämpfte tapfer, wollte leben. So erhielt er seinen Namen.
Die Testergebnisse zeigten, dass Fighters Besitzer gelogen hatte. Der Hund war nicht krank. Aber er hatte wochenlang nichts zu essen bekommen und war misshandelt worden.
Natürlich haben die Animaleas Anzeige erstattet. Nun ermitteln die Behörden wegen Tierquälerei.


Im Refugio hat sich Fighter inzwischen erholt und möchte sein Leben genießen. Es gibt sogar Menschen, die Fighter gerne adoptieren würden, doch noch ist er nicht bereit dazu.
Im Grunde seines Herzens ist er ein freundlicher, liebevoller Hund. Aber er ist auch schwer traumatisiert. Manchmal holt ihn seine Vergangenheit ein, und dann schnappt er um sich.
Noch kennen wir seine Trigger nicht und hoffen, sie mit der Unterstützung eines Hundetrainers herauszufinden. Deshalb wird Fighter einmal wöchentlich eine Einrichtung besuchen, die sich auf die Arbeit mit Hunden mit schlimmen Erfahrungen spezialisiert hat.
Eine Patenschaft hilft dabei, die Kosten für seine Resozialisierung aufzubringen, damit auch er bald ein glückliches Leben in einem eigenen Zuhause führen kann.
Fighter sagt Danke!
