Jeder Hund, der von unserem Verein nach Deutschland geholt wird, wird vor seiner Ausreise getestet. Allerdings sind uns einige wenige Fälle bekannt, in denen Leishmaniose - trotz negativem Ersttest, nach Jahren ausgebrochen ist.

Leishmaniose ist wahrscheinlich die bekannteste aller Mittelmeerkrankheiten.
Es gibt verschiedene Arten der Leishmaniose. Diese Krankheit tritt weltweit auf. Die in Spanien vorkommende Leishmaniose, befällt stets die inneren Organe der Tiere. Die äußeren Anzeichen sind lediglich die Folge des inneren Befalls.

Endemiegebiete:
Mittelmeerraum, Nordafrika, Südeuropa

Die Leishmaniose ist eine Erkrankung bei Tieren, die eventuell tödlich verlaufen kann.
Nur die Sandmücke überträgt mit ihrem Stich, kleine einzellige Parasiten (Leishmania infantum) auf das Tier.

Erste Anzeichen der Leishmaniose:
Das häufigste Anzeichen, daß ein Hund an Leishmaniose erkrankt ist, ist der Fellverlust um den Augenbereich (umgangssprachlich: „Die Brille") und der Haarausfall der Schnauze.

Symptome der Leishmaniose:
- Apathischer Zustand
- Appetitmangel ( dadurch Gewichtsverlust) Abgeschlagenheit
- starkes Erbrechen
- häufiger Durchfall
- Fieber
- Hautveränderungen an den Augen, der Nase, an den Ohrrändern, zwischen den Ballen, an den Gelenken und Knochenvorsprüngen
- Binde- und Hornhautentzündungen
- Nierenentzündungen
- Gelbsucht
- Gelenkschmerzen / Lahmheit
- verstärktes Krallenwachstum

Eine eindeutige Diagnose kann nur ein fachkundiger Tierarzt durch einen Bluttest mit Feststellung des Titers erstellen.
Wenn Sie die Symptome bei Ihrem Hund feststellen, sollten Sie schnellstens einen Tierarzt aufsuchen und Ihren Hund dahingehend untersuchen lassen.


Therapie bei Leishmaniose:
Es gibt verschiedene Behandlungsmöglichkeiten, die sich in der Vergangenheit als sehr bewährt herausgestellt haben.
Die einfachste und auch kostengünstige Therapie ist die Behandlung durch Allopurinol, ein Medikament aus der Humanmedizin.
Des weiteren gibt es noch einige andere Möglichkeiten der Behandlung. Allerdings kann man Leishmaniose nur eindämmen - heilbar ist diese Krankheit nicht!



Zur weiteren Information
Quelle: www.galgo-hilfe.de Newsletter


Bei manchen Hunden aus Spanien kommt nach einiger Zeit der Verdacht auf - liegt vielleicht eine Leishmaniose vor?! Diese Frage ist berechtigt, denn auch bei Hunden die in Spanien negativ gestestet wurden, kann auch noch Jahre später eine Leishmaniose auftreten. Daher bitten wir „unsere" Hundebesitzer standardmäßig um einen Nachtest nach spätestens einem Jahr.  Bei Auffälligkeiten bereits früher. Auffälligkeiten wären schlecht heilende Wunden, unerklärliche Lahmheiten, nicht ausheilender Husten oder Schnupfen, Nasenbluten, Hautausschlag, Appetitmangel, schlechte Gewichtszunahme oder ähnliches. Diese aufgezählten Dinge können alle andere Ursachen haben, können aber auf eine Mittelmeerkrankheit hinweisen.

BITTE fragen Sie vor Blutabnahme, wo das zu überprüfende Blut hin gesandt wird. Die Labore verwenden unterschiedliche Verfahren, nicht alle Labore haben die nötige Erfahrung in speziell diesem Bereich und nicht alle Testverfahren sind gleich gut.
BITTE bei Blutentnahme muss der Hund nüchtern sein - die Ergebnisse sind sonst logischerweise verfälscht, das ist beim Hund nicht anders als beim Menschen.
BITTE bei Blutentnahme muss der Hund vorher gut entwurmt sein - die Ergebnisse sind sonst verfälscht.
Bei begründetem Leishmaniose Verdacht sollte direkt ein großes Blutbild und eine Eiweißelektrophorese-Kurve mit veranlasst werden, um die Funktionstüchtigkeit der Organe zu überprüfen (um sich ein Bild von innen zu machen).

Ein positiver Leishmaniose-Befund muss nicht sofort „das Schlimmste" heißen! In so einem Falle sollte eine Eiweißelektrophorese-Kurve nachgefordert werden, im besten Falle legt das Labor sie direkt mit dazu (Laboklin). Der positive Befund (die Höhe des Titers sagt nicht aus, wie krank der Hund ist), die Eiweiß-Elektrophorese, das Blutbild und die Optik des Hundes werden bei einem positiven Ergebnis immer zusammen bewertet und beurteilt. Danach wird entschieden, ob der Hund mit Tabletten eingestellt werden muss oder eventuell gar keine benötigt.
Ein positiv getesteter Hund muss nicht unbedingt Tabletten bekommen, aber er muss regelmäßig überprüft werden (Blut und Urin/Niere), eventuell muss seine Fütterung angepasst werden, eventuell seine Medikation neu eingestellt (erhöht oder gesenkt) werden.

Ein positiver Hund kann bei guter medizinischer Kontrolle steinalt werden. Es bedeutet nicht zwingend, dass die Krankheit ausbricht. Aber man muss als Besitzer wissen, dass ein Leishschub den Hund richtig beuteln kann, dass man dafür Geduld, starke Nerven und Geld braucht, denn Arztbesuche und Blutuntersuchungen sind sehr kostenintensiv.

Eine Garantie für ein langes Leben gibt es nicht, aber die können wir auch beim augenscheinlich gesunden Hund nicht geben. Ein „Leishmaniosehund" ist genauso liebenswert, lustig, charmant und sucht genauso seine Leute wie der negative getestete Hund. Es sind eben die besonderen Menschen gefragt.

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