Tötungsstation in Villamalea
Nach vielen erfolglosen Versuchen und langwierigen Verhandlungen mit den örtlichen Politikern haben wir seit Oktober 2010 Zugang zu der Perrera (Tötungsstation) des Ortes Villamalea.
Solange die Perrera nicht vollständig belegt ist (es sind insgesamt 34 Zellen) wurde uns von den Verantwortlichen zugesagt, dass dort kein Hund getötet wird.
Frontansicht der Perrera "Villamalea"
...mitten im Nichts bei Villamalea
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So ist es nun also an uns, die Hunde dort herauszuholen bevor alle Zellen besetzt sind und das Töten wieder beginnt.
Seither konnten wir durch Arbeitsaufenthalte und Übernahme sämtlicher Futter- und Tierarztkosten die Situation der Tiere vor Ort ein wenig verbessern, vor allem aber das Überleben der Hunde sichern.
Arbeitsaufenthalt im Februar 2012
Fünf Mitglieder und Freunde des Vereins sind auf eigene Kosten nach Spanien gereist um die erbärmliche, räumliche Situation der Hunde zu verbessern.
Alle Zellen wurden mit Paletten ausgestattet, die Türen der einzelnen Zellen wieder "gängig" gemacht, teilweise neue Schlösser angebracht. Jede Zelle bekam zusätzlich ein eigenes Türschild, das mit Kreide beschriftet werden kann, damit die zukünftigen Neuzugänge eingetragen werden können.
Kranke Hunde wurden zum Tierarzt gefahren, Kastrationstermine abgesprochen, Neuzugänge gechippt und geimpft.
Alle Zwinger wurden endlich mal ordentlich grundgereinigt, jeder Hund bekam einen Spaziergang, danach Spielstunde in dem kleinen Innenhof, wurde versorgt mit Frischwasser, Leckerchen und Streicheleinheiten.
Nebenbei immer wieder Versuche Gespräche mit dem Bürgermeister und dem zuständigen Verwalter der Perrera zu arrangieren, in der Hoffnung auf deren Unterstützung und Verständnis für die Hunde.
Eine neu eingerichtete Zelle mit angenommener Palette
Die Hunde finden durch unsere Arbeit im deutschsprachigen Raum ein Pflege- und später ein endgültiges Zuhause. In besonders dringlichen Notfällen helfen uns kleine private Tierheime der Umgebung durch die Aufnahme einzelner Tiere, deren Gesundheit in der Perrera extrem gefährdet ist.
Weiterhin arbeitet eine durch uns bezahlte Hilfskraft an zwei Tagen pro Woche in der Tötungsstation.
Sie lässt die Hunde im kleinen Innenhof laufen, damit sie ihr Leben nicht ausschließlich in den winzigen, in aller Regel dreckigen Zellen verbringen müssen.
Sie übernimmt die Erstversorgung bei Verletzungen und versorgt uns (den Verein) mit Informationen und Bildern zu den einzelnen Tieren. Durch Gemeindemitarbeiter werden zweimal in der Woche die Hunde gefüttert und die Zellen gereinigt.
Normalzustand einer einzelnen Zelle
ausgestattet mit einem gespendeten Plastikkörbchen
Grösse je Zelle: ca. 1,5 m²
Der kleine Innenhof der Perrera
Das mittelfristige Ziel des Vereins ist es, diese Perrera in ein von der Bevölkerung akzeptiertes - im besten Fall unterstütztes Tierheim umzuwandeln. Die dafür notwendige Öffentlichkeitsarbeit, sowie auch bauliche Maßnahmen sind ohne finanziellen, körperlichen und höchsten nervlichen Einsatz unsererseits, wie auch den guten Willen der Verantwortlichen vor Ort nicht umzusetzen. Immer wieder sind wir für dieses Projekt auf Spendengelder angewiesen.
Wissenswertes rund um unser Projekt Perrera Villamalea finden Sie auch unter:
www.initiative-villamalea-perrera.com
Arbeitseinsatz Februar 2012
www.youtube.com/watch?v=GXLim8ZV640&feature=em-share_video_user
Hunde, die derzeit in der Perrera "leben" finden Sie auf unserer HP unter:
Trotz der hohen Belastungen finden nach wie vor auch Hunde, die in Deutschland in Not geratenen sind, durch uns Aufnahme.
Auch für diese Vierbeiner übernehmen wir die Verantwortung, suchen und finden wir Pflege- und Endfamilien.

